4 Tage in Turin – Unser Kurztrip

Turin – die Hauptstadt des Piemonts im Norden Italiens – ist bekannt für die vielen Cafés, die piemontesische Küche und architektonische Vielfalt. Hier trifft moderne Lebensart auf historische Prachtbauten. Wir haben die Stadt bereits vor etwa vier Jahren zum ersten Mal besucht und waren damals schon begeistert. Nun hatten wir erneut die Möglichkeit für vier Tage in die Stadt des guten Geschmacks zurückzukehren und etwas «La Dolce Vita» zu geniessen.

Doch lasst uns von Anfang an beginnen. Wer uns kennt oder seit längerer Zeit hier auf dem Blog verfolgt, der weiss, dass wir nicht nur mit den ätherischen Ölen kochen, sondern auch mit diesen Arbeiten und Familien dabei unterstützen, einen gesunden Lebensstil zu entdecken. Doch was hat unsere Arbeit mit den Ölen mit unserer Reise nach Turin zu tun? Ganz einfach! Die Firma DōTERRA, mit welcher wir zusammenarbeiten, veranstaltet jedes eine grosse Convention in Europa, bei der neue Produkte vorgestellt, wissenschaftliche Vorträge gehalten und diverse Workshops sowie Weiterbildungen angeboten werden. Dieses Jahr fand das riesige Event in Turin, auf dem ehemaligen Fiat Gelände «Lingotto» statt. Zwei ganze Tage lang durften wir viele spannende Dinge lernen und eine unvergessliche Zeit verbringen. Hier könnt ihr unseren exklusiven Reisebericht über die Convention lesen. Wir waren also so zusagen auf einer Fortbildungsreise oder wie man heutzutage sagt auf einer «workation».

Da wir jedoch auch etwas von der Kultur und der Stadt selbst sehen wollten, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen den Kurztrip auf vier Tage zu erweitern und die Arbeit mit dem Genuss zu verbinden. Und so viel vorweg: Diese Entscheidung hat sich mehr als gelohnt.


Tag 1 – Anreise, Degustation, 

Am Tag der Anreise sind wir in den frühen Morgenstunden mit dem Auto in Richtung Turin losgefahren. Nach ca. 5 Stunden und einer äusserst abenteuerlichen Fahrt durch Turin sind wir dann endlich in unserem zu Hause für die nächsten Tage angekommen – Einem modernen Loft mit elegantem Design und industriellem Charme. Da wir bereits Pläne für den restlichen Tag hatten, blieb uns leider nicht viel Zeit, die Wohnung zu erkunden. Unser nächstes Ziel war das Weingut «Tenuta La Meridiana», welches ca. eine Stunde von Turin in den weiten Hügeln von Asti liegt. Durch unsere guten Freunde von Marvini Wines aus Pratteln, mit welchen wir in Zukunft zusammenarbeiten werden, kannten wir den Spitzenwein von «Tenuta La Meridiana» bereits. Tra la Terra e il cielo ist ein Barbera d’Asti der Spitzenklasse. Mit seinen feinen Noten von Rosmarin und roten Früchten ist dieser Wein die perfekte Begleitung zu einem schönen Abendessen. Wir trinken den Wein gerne zu einem mit Rosmarin geschmorten Gericht oder einer deftigen Pasta. Kurz gesagt: mit diesem Barbera d’Asti macht ihr garantiert nichts falsch und begeistert jeden Weinliebhaber. Ein echter Geheimtipp. Kein Wunder also, dass wir, wenn wir schon in der Nähe waren, Frederico unbedingt auf seinem Weingut besuchen mussten und seine anderen Produkte kennenlernen mussten. Voller Stolz führte er uns durch seine Produktion, wo er die ganzen Prozesse und Methoden genauer erklärte. Anschliessend durften wir seine erstklassigen Weine im Rahmen einer Degustation testen. Frederico erklärte uns zu jedem seiner Weine den Hintergrund, die Geschichte und führte uns gekonnt durch sein grosses Sortiment. Man spürte seine grosse Leidenschaft für seine Arbeit, welche sich auch in der erstklassigen Qualität der Weine widerspiegelt. 

Auf dem Weg zurück nach Turin stoppten wir in einem kleinen Dorf und assen wie bei «Mama» zu Hause ein einfaches, aber sehr leckeres Abendessen. Ein perfekter Auftakt für unseren vier tätigen Italientrip.


Tag 2 –«La Dolce Vita» in Turin

Unseren zweiten Tag in Turin verbrachten wir mit vielen anderen Öl-begeisterten Menschen auf dem alten Fiat-Gelände «Lingotto». Anschliessend machten wir uns nach einem langen Tag voller Eindrücke und neuen Erfahrungen auf den Weg in die Innenstadt, wo wir unsere Eltern in einem alten Kaffeehaus trafen. Dort gab es, wie es sich für Turin – die Stadt, in der Apero erfunden wurde – gehört, erst einmal einen Aperitivo mit leckeren Häppchen. 

Und natürlich durfte auch die absolute Nummer 1 in Turin nicht fehlen: ein Bicerin. Seit dem 18. Jahrhundert gilt dieser als «Nationalgetränk» Turins. Das Heissgetränk besteht aus 3 Schichten; heisse Schokolade, Espresso und Schlagsahne on top. Wichtig dabei: Nicht umrühren! Das typische Getränk trinkt man absichtlich so, dass man die verschiedenen Schichten zu unterschiedlichen Zeiten im Mund wahrnimmt. 

Danach ging es noch auf eine kleine Entdeckungstour durch die Stadt, wo wir die alte Architektur und die imposanten Arkaden bewundert haben. Unser Taxifahrer hat uns auf dem Weg in die Altstadt erzählt, weshalb es in Turin so viele Arkaden gibt. Der damalige König wollte sich den lästigen Regenschirm bei schlechtem Wetter auf seiner Einkaufstour durch die Stadt ersparen und liess deshalb die Arkaden errichten, welche die vielen Einwohner und Touristen noch heute sehr zu schätzen wissen. Nachdem wir Turin etwas erkunden konnten, ging es noch auf eine kurze Shoppingtour (das musste sein – schliesslich ist man ja nicht jeden Tag in Italien, dem Land der Mode) bevor wir in einem kleinen, beinahe schon unscheinbaren Restaurant zu Abend assen. Im Da Frasca serviert der Koch eine kleine, aber feine Auswahl an piemontesischen Spezialitäten, alles frisch zubereitet und nicht teuer. Noch heute schwärmen wir von den leckeren Gnocchi an einer deftigen Salsiccicasauce, der frisch zubereiteten Pasta und dem leckeren Bonet, einem piemontesischen Schokoladen-Flan.



Tag 3 – Genuss pur  

Nach einem ganzen Tag voller Vorträge, neuen Informationen und vielen Eindrücken verliessen wir den Stadtteil Lingotto und machten uns auf den Weg zum ältesten Chocolatier Turins – Peyrano. Seit dem Jahr 1920 kreieren sie wahre Schokoladenträume, die auf der Zunge zergehen und einen daran erinnern, was guter Geschmack und Genuss bedeuten. Noch heute stellen sie Schokolade und Pralinen nach jahrhundertealten Rezepten her, sind jedoch immer auf der Suche nach frischen und innovativen Herangehensweisen. 

Kaum angekommen, wurden wir von Alessandro und seinem Team herzlich begrüsst und in die Geschichte und Tradition der Marke Peyrano eingeführt. Voller Stolz präsentierte er uns die aussergewöhnlichen Kreationen, wie zum Beispiel eine Praline mit Bergamotte und Rosmarin. Eine Geschmacksexplosion, die sich beinahe nicht in Worte fassen lässt. 

Apropos Geschmacksexplosion. Schokolade und ätherische Öle harmonieren unglaublich gut zusammen. Beinahe so, als wären sie füreinander gemacht worden. Davon überzeugt war auch Alessandro, als wir ihm von den duftenden Essenzen erzählt und ihn probieren lassen haben. 

Wir können es kaum erwarten, diesen Herbst nach Turin zurückzukehren, dem Chocolatier von Peyrano unsere Öle vorzustellen und sind gespannt, was er damit zaubern wird. 

Nach diesem genussvollen Erlebnis gingen wir mit vielen Pralinen und Süssigkeiten für zu Hause in die Innenstadt, wo wir den Abend gemütlich mit unserer Familie ausklingen liessen. Durch die alten Arkaden der Stadt schlendernd, fanden wir ein kleines Restaurant, in welchem wir zu Abend assen. Im Caffé della Basilica genossen wir einen wundervollen letzten Abend und liessen unsere kurze Reise nach Turin gemütlich ausklingen. 


Tag 4 – Im Lebensmittelparadies

Obwohl wir nur für vier Tage in Turin waren, fühlte sich die Zeit um einiges länger an. Vielleicht mag dies daran liegen, dass wir in diesen wenigen Tagen unglaublich viele grossartige Erlebnisse hatten. Eines lässt sich auf jeden Fall sagen, wir kommen definitiv wieder nach Turin, schon allein der imposanten Architektur und des guten Essens wegen. 

Natürlich können wir es als Food-Blogger nicht lassen, uns mit der Kulinarik des Landes bzw. der Region zu befassen und müssen immer Lebensmittel von unseren Ferien mit nach Hause nehmen. Schliesslich möchte ich die traditionellen Gerichte auch zu Hause ausprobieren und für euch nach kochen. Aus diesem Grund stoppten wir auf unserem Heimweg noch bei einem riesigen Bioladen in Turin, dem IperBiobottega. Die riesige Auswahl in diesem Laden ist der absolute Wahnsinn und wie ihr euch vorstellen könnt, landete das ein oder andere Produkt in unserem Warenkorb. Pasta, Risotto, Gemüse, Sugo und vieles mehr mussten wir zwingend mit nach Hause nehmen. 

Seid also gespannt, welche leckeren, typisch piemontesischen Rezepte wir demnächst hier auf dem Food-Blog präsentieren werden. 

Und dann hiess es leider bereits «Auf Wiedersehen Turin» und wir traten unsere Heimfahrt mit vielen grossartigen Erinnerungen, Andenken und Leckereien an. Aber eines können wir mit Sicherheit sagen: Wir gehen wieder! Und beim nächsten Mal werden wir uns Zeit nehmen, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten genauer zu erkunden. Bleibt gespannt, denn wir werden auch auf unsere nächste Reise mitnehmen und euch die Kultur genauer vorstellen. 

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